Jetzt möchte ich eine Möglichkeit genauer beschreiben, nämlich den privaten Einzelunterricht. In meinem Heimatland ist das sehr verbreitet. Ich habe selbst während meines Studiums zwei Jahre lang Nachhilfe in Mathematik gegeben. Ich bin einmal pro Woche zu einem Jungen gegangen, der damals in der achten Klasse war. Die Familie hat mir zwanzig Euro pro Stunde bezahlt, das war deutlich weniger als in einem Institut. Am Anfang hatte er große Angst vor Prüfungen und wollte kaum Fragen stellen. Wir haben zuerst die Hausaufgaben zusammen gemacht und dann die Themen wiederholt, die er nicht verstanden hatte. Nach ein paar Monaten waren seine Noten deutlich besser, und vor allem hatte er wieder mehr Selbstvertrauen. Ich glaube, das ist der wichtigste Punkt: Ein guter Nachhilfelehrer erklärt nicht nur den Stoff, sondern hilft dem Kind auch, wieder Freude am Lernen zu finden.